Soweit ich mich erinnern kann, hat frère Roger, der Prior von Taizé, die Segensgebete sehr oft folgendermassen begonnen: "Du segnest uns, Jesus Christus....". Das hat mich immer wieder angesprochen.
Hierzulande fällt mir immer wieder auf, dass es, auch meist noch mit einer redaktionellen Einleitung, folgendermassen beginnt: "Und nun bitten wir noch um Gottes Segen." Und dann folgt ein mehr oder weniger kunstvoller, oft langatmiger Segensspruch, den dann der Priester oder die vorstehende Person spricht.
Meines Erachtens, so feierlich es klingen mag, ein heidnisches Muster: Der Medizinmann, der die Verbindung zu Gott für die Gemeinde herstellt, vermittelt nun Gottes Wohlwollen.
Müsste man die meisten Segensgebete nicht umformulieren in eine Art "seherisches Gebet". z.B. Du, Gott, bist vor uns, um uns den guten Weg zu bahnen, du bist hinter uns, um uns den Rücken freizuhalten...