Jetzt kommt wieder mal die Diskussion auf um das gemeinsame Abendmahl von Reformierten und Katholiken. Ich habe kein Problem damit, dennoch sollte man einfach nach meiner Meinung eigenverantwortlich vorwärts gehen und nicht zuerst alles an die grosse Glocke hängen.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, weiter zu kommen:
1) Wechselseitiger Besuch bei Abendmahl und Eucharistie. Ich lasse mir die Deutungshoheit nicht nehmen.
2) "Bittet, so wird euch gegeben. Wer um Brot bittet, dem werden keine Schlangen gegeben!" Geht zur Kommunion, Reformierte wie Katholiken, haltet bittend die Hand hin. Entweder haben die Bischöfe und Priester nicht den Mut, die Kommunion zu verweigern, weil sie vom Volk als hartherzig erkannt würden oder sich selber endlich als das erkennen. (Wenn niemand kommt, können sie das auch nicht erkennen: darum geht, auch wenn ihr den Schmerz des Abgelehntwerdens aushalten müsst.)
3) Nehmen wir den frühchristlichen Brauch auf, der noch in der orthodoxen Kirche weiterlebt: das gesegnete Brot in Anlehnung an die Speisung der Menge. Wer nicht kommunizieren kann, kann sich das gesegnete Brot holen.
4) Hungern nach dem gemeinsamen Abendmahl: Geht auf den Kommuniongang, aber erklärt vor dem Priester oder Bischof, dass Ihr hungert nach und für das gemeinsame Abendmahl. (In vielen Pfarreien wird die Gefolgschaft an der Zahl der konsumierten Hostien gemessen.) Gleichzeitig habt ihr Euer Sehnen zur Sprache gebracht (und wenn es wahr ist, wird es erst wieder in den Himmel zurückkehren, wenn es seine Wirkung errreicht hat.
5) Ich selber kann meine Hostie mit meinem nichtkatholischen Mitgeschwister teilen. Denn halb kann man nicht kommunizieren!